Studienreisen Italien: auf Goethes Spuren vom Gardasee nach Venedig
Erleben Sie im Rahmen dieser begleiteten Studienreise nach Italien den alten und immer neuen Sehnsuchtstraum der Nordländer nach dem Süden, der in Italien Gestalt gewonnen hat – damals und noch heute!
Schon die Fahrt durch die Alpen soll Teil des Reiseerlebnisses werden: durch das Hochgebirge zum bergumrahmten Gardasee mit südlich mildem Klima. Mediterranes Flair, aber auch eine alpine Landschaft und eine einzigartige Flora und Fauna auf dem fast 1800 m hohen Monte Baldo lernen wir kennen.
Die abwechslungsreiche Fahrt am Rande der Poebene machen wir ab Padua mit dem Schiff durch Schleusen, die noch Michelangelo konstruiert haben soll, und kommen vom Giudecca-Kanal aus am Dogenpalast an.
Infos zur Reise:
Veranstalter:
KuLiNa Reisen - für alle, die interessiert sind an Kunst, Literatur, Natur und Musik und die gern in kleinen Gruppen reisen.
Infos, Beratung und Buchung:
www.kulina-reisen.de
Themen, die uns während der Fahrt begleiten werden, sind das Alte Rom, das uns am beeindruckendsten in der Arena von Verona entgegentritt. Die Renaissancearchitektur des Palladio prägt das Stadtbild von Vicenza. Genießen Sie die lichtdurchflutete Farbenpracht der venezianischen Malerei in ihrer größten Galerie, der Accademia. Durch die Werke der Künstler und Dichter wie Goethe, Rilke oder August von Platen erleben Sie das Gesamtkunstwerk Venedig noch intensiver.
Eine kleine Gruppe (6-15 Personen), Muße und Gespräch, Kunst, Literatur, Geschichte und leichte Wanderungen - das sind die Merkmale dieser KuLiNa Erlebnisreise mit dem qualifizierten Reiseleiter Alfred Rude.
Programm
1. Tag: Anreise Ulm - Malcesine. Mit einem oder zwei Kleinbussen starten wir am Vormittag in Ulm und treffen im Laufe des Tages auf die Route, die Goethe bei seiner Italienreise mit der Postkutsche eingeschlagen hat. Während der Fahrt durch die Alpen begleiten uns Goethes lebendige Schilderungen, die uns die Augen für die Landschaft öffnen können. Immer wieder werden wir seinen Spuren während der Reise begegnen. Über Innsbruck und die alte Passstraße geht es auf den Brenner, danach über Bozen und Rovereto an den Gardasee. In Malcesine rundet ein abendlicher Spaziergang am Seeufer den Tag ab.
2. Tag: Stadtrundgang durch das einladende Städtchen Malcesine, das zu Goethes Zeit der erste Ort auf venezianischem Gebiet war. Im Schloss mit seinem Goethemuseum erinnern wir uns an seine heiter-aufregenden Erlebnisse. Oberhalb Malcesine wandern wir am Höhenzug entlang mit Blick auf den Gardasee, das gegenüberliegende Steilufer und die Alpenkette.
3. Tag: Der Gardasee lädt uns heute zu einer Schiffsfahrt ins gegenüberliegende Riva del Garda ein. Nach einem Stadtrundgang wandern wir am Nordufer entlang nach Torbole. Von dort geht es zu dem höher gelegenen Dörfchen Nago, auf die alte Burgruine und zu der Stelle, wo Goethe den ersten Blick auf den See hatte. Nach einem gemütlichen Abstieg beschließen wir die Erkundung der Nordspitze des Sees mit einer Fahrt entlang der engen Uferstraße bis zurück nach Malcesine.
4. Tag: Heute geht es mit der Seilbahn auf 1745m Höhe auf den Monte Baldo. Da diese Region in der langen Geschichte der Alpen nie vergletschert wurde, finden wir dort eine Flora wie kaum sonstwo in den Alpen – rund 60 seltene Blumenarten sind dort oben beheimatet, z.B. die rote Prächtige Primel, das rosarote Dolomitenfingerkraut oder das Monte-Baldo-Windröschen. Wir beschränken uns auf leichte Wanderungen und werden durch wechselnde Ausblicke auf den Gardasee, die Hochalpen, das Etschtal im Osten und die Poebene im Süden belohnt
5. Tag: Wir fahren weiter am Ostufer des Gardasees und erreichen Verona. Die Arena ist unser bevorzugtes Ziel, das erste antike Bauwerk, das Goethe zu Gesicht bekam. Eine Rast auf den Stufen der Arena, wo vielleicht schon die Römer gesessen haben und von wo man heute die Bühnenbauten für die nächste Opernaufführung sehen kann, wird Ihnen in unvergesslicher Erinnerung bleiben. In dem Kloster San Zeno begegnen wir schönster Romanik: Kirche, Kreuzgang und insbesondere die einmaligen Bronzetüren. Norditalienisches Flair und historische Erinnerungen – z.B. an Romeo und Julia - prägen die Altstadt. Am Abend erreichen wir in Vicenza unser zweites Quartier.
6. Tag: Vicenza ist geprägt durch die harmonische Renaissance-Architektur des Baumeisters Palladio. Zeugen seines Wirkens sind die prachtvolle Basilika, eigentlich eine Markthalle, im Herzen der Stadt, die Loggia del Capitano und das Teatro Olimpico, das erste überdachte Theater der neueren Zeit. Am Nachmittag wandern wir zum berühmtesten Bau Palladios in Vicenza, der Villa Rotonda, die in ihrer Ebenmäßigkeit noch heute beeindruckt.
7. Tag: In Padua bekommen wir einen Eindruck von einer alten Universitätsstadt. Wir besichtigen die romanisch-byzantinische Basilika mit dem Grab des Antonius von Padua, das Reiterstandbild von Donatello und den botanischen Garten, den auch Goethe beschrieben hat. Die riesige ovale Parkanlage Prato della Valle zeigt uns das barocke Padua. Der größte Kunstschatz ist wohl die Arena-Kapelle mit den 38 Fresken Giottos.
8. Tag: Heute geht es auf dem Brenta-Kanal von Padua nach Venedig. Geruhsam gleiten wir, mal über, mal unter dem Niveau der umgebenden Landschaft, vorbei an stattlichen venezianischen Villen Venedig zu. Das Schauspiel der Schleusen und der von Hand geöffneten Brücken ist jedes Mal sehenswert. Eine Schleuse soll sogar noch von Michelangelo konstruiert worden sein. Wir besichtigen die Villa Pisani, eigentlich ein prächtiges Barockschloss, die Villa Widmann und die Palladio-Villa „La Malcontenta“. Am Abend laufen wir durch den Giudecca-Kanal in Venedig ein.
9. Tag: Nun sind wir in Venedig angekommen und werden sie mal geplant, mal uns treiben lassend mit offenen Augen durchstreifen. Dogenpalast und Markusdom zeigen uns Macht und Pracht der „Serenissima“, und die Kirchen des Palladio mit ihren das Stadtbild prägenden Fassaden geben einen Eindruck von der Renaissancezeit: Il Redentore, San Giorgio Maggiore.
10. Tag: Venedig - Tag der Palazzi: Stilreine Gotik in der Ca' d’Oro, repräsentativer Barock in der Ca’ Rezzonico und ein Rest von Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts in dem Palazzo Vendramin-Calergi, in dem Richard Wagner die letzten Monate seines Lebens verbracht hat.
Von dem reichen Musikleben Venedigs können Sie beim abendlichen Flanieren auf dem Markusplatz etwas mitbekommen, aber auch eine der vielen Oper- oder Konzertaufführungen besuchen, die in Venedigs goldglänzenden Innenräumen angeboten werden, z. B. im Teatro La Fenice (im Preis nicht inbegriffen).
11. Tag: Heute nehmen wir das Vaporetto für die etwa einstündige Fahrt zur einsamen Insel Torcello im Norden der Lagune und lassen uns den lauen, salzigen Wind um die Nase wehen. Nur noch die prachtvolle, mit Mosaiken geschmückte romanische Basilika lässt etwas ahnen von der einst reichen und dicht besiedelten Insel. Im farbenprächtigen Burano, der Insel der Spitzenklöpplerinnen, beenden wir das Programm. So haben Sie am Nachmittag Zeit für eigene Unternehmungen, für die Ihnen der Reiseleiter viele Tipps geben kann.
12. Tag: Was wäre Venedig ohne die Maler, die sein Licht immer wieder einzufangen versuchten? Wir gewinnen einen Eindruck davon in der größten Galerie Venedigs, der Accademia, wo wir u.a. das Tizian-Gemälde „Mariä Tempelgang“ mit Rilkes gleichnamigem Gedicht in Verbindung bringen können. Malerei und Poesie erschließen uns so einen je eigenen Zugang zu dem Gesamtkunstwerk Venedig mit seiner bis heute unverwechselbaren Atmosphäre.
13. Tag: Rückreise.
Beratung und Buchung
KuLiNa Erlebnisreisen
Alfred Rude
Fehrenwinkel 34
30655 Hannover
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