Studienreise Schweiz: Literarische Spaziergänge auf Hermann Hesses Spuren zwischen Calw u. Montagnola
Hermann Hesse – Garten und Landschaft: Diese begleitete Studienreise nach Calw und in die Schweiz ist eine Hermann-Hesse-Reise in doppeltem Sinne. Wir folgen den biographischen Stationen des Dichters, vom schwäbischen Calw ins Tessiner Montagnola.
Auf einer anderen Ebene lassen wir uns durch seine Zeilen inspirieren, schauen gewissermaßen durch die „Hesse-Brille“: Natur, Pflanzen, Garten, Landschaft erscheinen so in einem ungewohnten Licht, auf Wesentliches reduziert, manchmal um Dimensionen erweitert.
Wir reisen in einer Gruppe von 12-28 Personen. René Johansen, der die Reise führt, liest, rezitiert, beschreibt, informiert – und er tut dies manchmal dezent, manchmal mit Nachdruck, immer jedoch der jeweiligen Situation angemessen.
Programm
1. Tag: Auftakt in Maulbronn und Hirsau: In seinen Romanen nimmt Hermann Hesse des öfteren Bezug auf Maulbronn. Als „Mariabronn“ taucht es auf in „Narziss und Goldmund“. „Kastalien“ heisst es im „Glasperlenspiel“. Es ist aber nicht das klösterliche Leben, das Hesse beschreibt. Als Hesse Maulbronn besuchte, war es schon lange kein Kloster mehr. Maulbronn war Stiftsschule. Kaderschmiede für jene, die einmal Pfarrer oder Lehrer werden wollten. Das Reglement war streng. Hesse floh nach sieben Monaten. Und so bedrückend das alles klingt: ohne diese Zeit in Maulbronn, ohne diese schwere Entwicklungskrise ist sein späteres Werk nicht denkbar. Lassen Sie uns hier beginnen, denn hier laufen viele Fäden zusammen.
2. Tag: Der Hirsauer Wiesenweg nach Calw: Morgendliche Besichtigung des Klosters Hirsau. Das Klosterareal ist ein Leckerbissen besonderer Art, erstreckte sich doch der Einfluss der Hirsauer vom Rhein in den Harz bis nach Kärnten. Danach wandern wir den Hirsauer Wiesenweg entlang nach Calw. In Calw geht es bei unserem Stadtrundgang um die Wurzeln Hesses, seine Herkunft, seine Kindheit. Nach der Mittagsrast wollen wir uns dem Hermann-Hesse-Museum widmen.
3. Tag: Gaienhofen und das wiedereröffnete „Hesse-Haus“: 1904 siedelte Hesse nach Gaienhofen. Wir unternehmen zunächst einen literarischen Rundgang durch den Ort, der verschiedene Wege einbezieht, die Hesse gern ging. Dann besuchen wir das 1907 für die Familie Hesse im Stil der Lebensreform gebaute Hesse-Haus, das seit 2004 wieder der Öffentlichkeit zugänglich ist.
4. Tag: Wege ins Tessin: Im Dorfkern von Gaienhofen befindet sich das Hermann-Hesse-Höri- Museum. Nach der Besichtigung des Museums brechen wir zur Überquerung der Alpen auf. Wir kommen dort an, wo Hesse seine „vorbestimmte Heimat“ fand: in der Tessiner Landschaft.
5. Tag: Collina d‘Oro/Montagnola: In Montagnola lebte und wirkte Hesse von 1919 bis zu seinem Tode 1962. Montagnola versteckt sich zwischen Kastanienwäldern auf dem Rücken des "Goldhügels". Hier schrieb er den „Siddharta“, den „Steppenwolf“, das „Glasperlenspiel“; hier bestellte er seinen Garten. Hier war er zuhause, im Herzen seiner Wahlheimat. Ein kleiner Rundgang durch den Ort wird uns den Charme Montagnolas spüren lassen. Und ein Besuch des Hesse-Museums wird Verständnis in uns wecken. Verständnis für die Entscheidung des Dichters, hier Wurzeln zu schlagen.
6. Tag: Entspannung in Morcote und Abschied von Hesse Bootsfahrt auf dem Luganer See ins malerische Morcote und Besuch des„Parco Scherrer“. Nach einer Mittagspause fahren wir in die Gemeinde Gentilino, wo sich der Campanile der Kirche Sant Abbondio wie ein Zeigefinger erhebt. Der Friedhof des Ortes birgt das Grab Hermann Hesses.
7. Tag: Rückreise
Beratung und Buchung
Rene Johansen
Johansens Reisestudien
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