Studienreise Sizilien: auf Goethes Spuren durch den Osten Siziliens
Sizilien, eine der wichtigsten Stationen im Rahmen von Goethes "Italienischer Reise, ist das Ziel dieser begleiteten Studienreise.
Von den Griechen, ihren Tempeln, Theatern und blühenden Städten über die Normannen, Staufer, den Barock bis zum quirligen italienischen Leben von heute begegnen wir einem bunten Panorama der Kulturen. Wir besuchen Enna, das der "Nabel Siziliens" genannt wird und das Zentrum des fruchtbaren Inneren der Insel bildet. Nach Agrigent mit seiner imposanten Tempelkulisse fahren wir nach Syrakus, das zu den bedeutendsten und größten Städten der Antike gehörte. Wir wagen eine Besteigung des Ätna, so hoch Sie möchten - mit Bergführer können Sie es bis zum Kraterrand schaffen!
Infos zur Reise:
Veranstalter:
KuLiNa Reisen - für alle, die interessiert sind an Kunst, Literatur, Natur und Musik und die gern in kleinen Gruppen reisen.
Infos, Beratung und Buchung:
www.kulina-reisen.de
„Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist der Schlüssel zu allem.“
Eine kleine Gruppe (6-15 Personen), Muße und Gespräch, Kunst, Literatur, Geschichte und leichte Wanderungen - das sind die Merkmale dieser KuLiNa Erlebnisreise mit dem qualifizierten Reiseleiter Alfred Rude.
Programm
1. Tag: Anreise nach Catania. Sie fliegen von Deutschland aus nach Catania. Mit dem Kleinbus bringen wir Sie in das Hotel bei Enna. Die Stadt Enna liegt in der Mitte der Insel und wird der „Nabel Siziliens“ genannt. Vom Hotel haben Sie einen herrlichen Ausblick auf den Lago di Pergusa, wo der Sage nach Hades die schöne Persephone in die Unterwelt geraubt haben soll. An das Abendessen kann sich ein kleiner Spaziergang am See entlang anschließen.
2. Tag: Am ersten Tag besuchen wir die Villa Casale bei Piazza Armerina. Wir werden durch die erstaunlich gut und farbenprächtig erhaltenen Mosaiken geführt. Ein römischer Mitkaiser soll die Villa im 4. Jahrhundert gebaut haben – prachtvoll wie einen Kaiserpalast mitten in Rom. Am bekanntesten sind die sog. „Bikinimädchen“.
Nachmittags besuchen wir die Ausgrabungen der altgriechischen Ruinenstadt Morgantina. Von ihrer hohen Lage im sizilianischen Hügelland haben Sie einen herrlichen Ausblick. Das Theater ist noch gut erhalten, Reste von Tempeln, vom Marktplatz und vielen Bauten versetzen uns in die glanzvolle Epoche der alten Griechen in Sizilien.
3. Tag: Fahrt zur Südküste nach Agrigent, wo die Landschaft zunehmend fruchtbarer wird. Wein und üppige Orangen- und Zitronenhaine ziehen sich über die Hügel bis ans Meer. Das Hotel liegt am Rande der Stadt Girgenti und Sie haben einen herrlichen Ausblick über das ganze Tal der Tempel, das am Abend zauberhaft beleuchtet ist.
Wir wandern durch die imposanteste Tempelkulisse Siziliens. Auf einem weiten Höhenzug über dem Meer stehen der Heratempel, der Concordiatempel – prachtvoll erhalten - und der Herkulestempel. Vom Zeustempel sind allein schon die gigantischen Ausmaße der Säulenreste und der sog. Giganten beeindruckend.
Da kommt es gelegen, dass wir uns in dem grünen, schattigen und wasserreichen Tälchen Kolymbetra erholen können. Mit viel Liebe wurde hier über Jahre versucht den Zustand wie in der Antike wieder anzulegen, mit einer Fülle von Pflanzen, Bäumen und Bächlein.
4. Tag: Die heutige Stadt Girgenti nimmt nur einen Teil der riesigen Fläche der antiken Stadt ein. Sie liegt auf der alten Akropolis. Wir erkunden die engen Gassen, kommen an dem Palazzo vorbei, in dem Goethe 1787 während seines Aufenthaltes gewohnt hat, können in der Kirche Santa Maria dei Greci die Grundmauern des Athenatempels finden und genießen den weiten Blick vom Vorplatz des imposanten Doms. Am Nachmittag können Sie auf eigene Faust die lebendige Altstadt mit ihren engen Gassen, einladenden Cafés und chicen Läden erkunden, das beeindruckende Museum besuchen oder sich nochmals bei den Tempeln in die Zeit der alten Griechen versetzen..
5. Tag: Eine abwechslungsreiche Fahrt entlang der Südküste und durch hohe Gebirgszüge bis Syrakus liegt heute vor uns. Gela war einst eine griechische Kolonie, heute ist es ein Zentrum der Ölindustrie. Bei Ragusa ändert sich die Landschaft: nach dem Anstieg über Serpentinen empfängt uns eine grüne Hochfläche mit Wiesen und weidendem Vieh. Eine Pause in der strahlend ockerfarbenen Barockstadt Noto kommt sehr gelegen. Der Stadtkern ist einheitlich in Stil und Farbe und nach dem letzten Erdbeben wieder herrlich restauriert. Wir erreichen am Abend den Agriturismo bei Syrakus. Hier können Sie zwischen Olivenbäumen und unter Palmen am Swimming pool entspannen.
6. Tag: Die größte, mächtigste und reichste Stadt nach Athen war Syrakus in der Antike, und davon künden noch heute Bauten und Dichtungen. Wir besuchen die Altstadt auf der Halbinsel Ortygia. Von der ehemaligen Festung des Castello Maniace, dessen heller Stein im gleißenden Licht beinahe blendet, blicken wir auf das tiefblaue Meer. Von Macht und Schönheitssinn Kaiser Friedrichs II., des Hohenstaufen, zeugt die imposante Halle. Im Dom Santa Maria delle Colonne erleben wir einen Innenraumeindruck des einstigen Athena-Tempels, wie er annähernd gewesen sein könnte. Nirgends sonst ist eine Kombination zwischen Kirche und Tempel so gut erhalten.
Uraufführungen von Aischylos fanden in dem riesigen Theaterhalbrund des heutigen Ausgrabungsgeländes statt, und auch heute noch werden alljährlich antike Dramen dort aufgeführt. Daneben liegt die grüne Oase der ehemaligen Steinbrüche.
7. Tag: Weit weg von Stadt und Verkehr verbringen wir den Tag mit einer Wanderung durch die Nekropole der Sikuler in Pantalica. Auch im Herbst blühen hier Alraunen und weht ein lauer Wind. Wir wandern vom Hochplateau mit weiter Aussicht auf die Kalkberge in die Schlucht hinunter, vorbei an Grabhöhlen der Sikuler, aber auch an byzantinischen Höhlenkirchen und Resten von Dörfern. In der Schlucht pausieren wir am rauschenden Flüsschen Anapo, und der 150-Meter-Anstieg führt durch erstaunlich grüne und auch im Herbst noch blühende Hänge. Als Naturschutzgebiet wird die Landschaft erhalten und gepflegt.
8. Tag: In der Metropole Catania wandern wir durch die repräsentative Altstadt. Nach dem Palazzo Biscari schlendern wir durch den quirligen Markt zum staufischen Castello Ursino. Dom und Innenstadt beeindrucken durch stilvoll einheitliche Barockarchitektur mit dem dunklen Lavastein, mit dem die Stadt nach dem Ätnaausbruch von 1669 wieder aufgebaut wurde.
Am Abend kommen wir nach Zafferana am Ätna, wo wir die folgenden Tage wohnen werden.
9. Tag: Der bekannteste und beliebteste Ort am Ätna ist sicher Taormina. Der Blick von der Ruine des römischen Theaters zum schneebedeckten Gipfel des höchsten und immer wieder tätigen Vulkans hat auch Goethe beeindruckt. Nach der Besichtigung des Theaters schlendern wir durch die Altstadt, wandern auf die Höhe und lassen uns an jeder Wegbiegung von neuen zauberhaften Ausblicken auf den Ätna, das Meer, die Kyklopenfelsen und die fernen Küsten Kalabriens überraschen. In dem kleinen Bergdorf Castelmola genießen wir auf der Terrasse in einer Trattoria das Essen, während wir die ständigen Wetterveränderungen um den nahen Ätnagipfel beobachten können. Der Rückweg über den Südhang ist sehr entspannt, und da bleibt noch Zeit für einen Bummel durch Taormina.
10. Tag: Heute ist der Tag des Ätna! Lassen Sie sich über die verschiedenen Vegetationszonen, durch Kastanienwälder und bizarre Lavaströme, mit dem Bus bis zur Seilbahnstation auf 1800m bringen. Von dort geht es mit der Kabinenseilbahn auf 2400m, danach mit geländegängigen Unimogs wilde Lavaserpentinen zum Torre del Filosofo, von wo Sie mit einem Führer in Schwefelduft und hoffentlich mit überwältigendem Ausblick einige Nebenkrater umrunden können. Sie können aber auch mit einem Schweizer Bergführer den Aufstieg zum Hauptkrater, der Bocca Nuova (3250m), unternehmen. Mit guter Ausrüstung und Gesundheit schaffen Sie es sicherlich! Am Kraterrand blicken Sie in die Tiefe des Schlundes und in alle Himmelsrichtungen. )
11. Tag: Wir lassen den letzten ganzen Tag der Reise in Ruhe ausklingen. Direkt an der Küste besuchen wir die Ruinen der ersten griechischen Kolonie auf Sizilien: Naxos. Durch Gras, Zitronenbäume und duftende Kräuter gehend können wir da wandern. Und indem wir Begebenheiten aus Homers Odyssee oder Goethes Nausikaa in Erinnerung rufen, wird dieser Ort und seine lebendige Vergangenheit ein bisschen wieder ins gegenwärtige Erleben heraufgeholt. Während des Gangs durch die Orangenbäume zwischen den Ausgrabungen findet das Auge sicher einige Stellen, wo Sie zwei Tage vorher waren: in Taormina, oder auf der Terrasse der Trattoria in Castelmola, oder auf dem Gipfel des Ätna ...
Am freien Nachmittag können Sie einen kleinen Bummel durch das Ätnastädtchen Zafferana unternehmen.
12. Tag: Rückreise.
Beratung und Buchung
KuLiNa Erlebnisreisen
Alfred Rude
Fehrenwinkel 34
30655 Hannover
Tel.: 0511 - 649 88 33
Fax: 0511 - 640 40 82
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